Ein solcher Fall kann tatsächlich vorkommen. Er tritt auf, weil sich einige Versicherungsunternehmen nicht mehr an die Einstufung in die sogenannten Regionalklassen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) halten. Der Dachverband der Branche berechnet jedes Jahr die Regional- und Typklassen für die Kfz-Versicherungen neu. Diese Kategorien basieren auf den aktuellen Schadensmeldungen je nach Zulassungsbezirk und Fahrzeugmodell. In Deutschland gibt es über 400 Zulassungsbezirke und rund 24.000 verschiedene Fahrzeugtypen.

Viele Versicherer legen ihren Tarifberechnungen jedoch stattdessen nunmehr die Postleitzahlen zugrunde, mit der Begründung, so die jeweilige Risikoeinstufung präziser vornehmen zu können. Wohnt daher ein Versicherungskunde am Anfang einer längeren Straße, die sich über mehrere Postleitzahlbezirke erstreckt, kann er andere Prämien für seine Kfz-Versicherung bezahlen als ein Autofahrer am Ende derselben Straße.

Diese Unterschiede können sich durchaus im zweistelligen Prozentbereich bewegen, wie Untersuchungen zeigen. Konkret bedeutet das: In einer Straße sind Tarifdifferenzen bis zu knapp 100 Euro pro Jahr möglich. Sie fallen meist umso größer aus, je größer die Entfernung zwischen den Vergleichsstandorten ist. In der Regel sinkt die Prämie, je mehr die Adresse des Versicherungskunden in Richtung Stadtrand liegt. Allerdings kommen auch genau umgekehrte Fälle vor.

Da die Versicherungsunternehmen die Postleitzahlgebiete auch noch sehr anders einordnen, sind verschiedene Kfz-Beiträge bei unterschiedlichen Anbietern für das gleiche Auto in derselben Straße noch weniger ungewöhnlich.

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